Vom Streuner zum wunderschönen Kater

Katzenspruch

Das ist Kelly.

Dieser Kater lebte drei Monate im Wald von Haselrain. Er war sehr scheu und kam nur nachts zum Fressen auf mein Grundstück. Kelly lebte zwischen Nadelbäume. Irgendwann wurde er mutiger und kam auch am Tage aus seinem Versteck.

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Wenn ich mit meinen Katzen im Wald spazieren ging, wollte er mitkommen. Ging ich drei Schritte auf ihn zu, verschwand er im Dickicht. Er schrie und mauzte erbärmlich. Am Abend saß er auf den Fensterbrettern oder auf der Tischtennisplatte und starrte durch die Fensterscheiben in die Zimmer.

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Nach ein paar Wochen zeigte er sich am Tage und wurde zutraulicher. Er fraß in unserem Beisein.

Dann ging er wieder in seinen Wald.

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Kelly war so strubbig und dünn. Und er hatte ungeheueren Hunger.

Keiner vermisste ihn.

So kam es, dass er sich plötzlich bei uns Zuhause fühlte. Er war sehr dominant. Das gefiel unserem Kater garnicht. Kelly war auch nicht kastriert und wollte sich bei meinen Katzendamen einschmeicheln.  Oh nein, keine Chance. Und außerdem sind sie auch sterilisiert.

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Kellys Fell wurde immer schöner.

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Er wurde akzeptiert, doch die Rangordung sollte immer wieder mit meinem Kater geklärt werden.

Eines Tages begann das Schmuddelwettter. Es regnete. Katzen mögen garnicht kalten Regen und Wind. So saß Kelly vor meiner Tür und schrie mich an:            Lass mich rein!

Ich durfte ihn streicheln. Er übernachtete im Schuppen und den nächsten Tag konnte ich Kelly sogar hochnehmen. So fuhr ich mit ihm zum Tierarzt. Er bekam seine Impfungen und weiter gings ins Katzenhaus. Dort war er garnicht so glücklich.                                                                                      Er saß im Zimmer und war traurig.                          DSC02802                                                               Schließlich lebte er lange Zeit im Freien und                           plötzlich war alles anders.

Er freute sich, wenn sich von uns jemand Zeit nahm und ihn knuddelte. Kelly liebte es auf dem Schoß zu sitzen und unsere Streicheleinheiten zu genießen. Doch dann war er in seinem Zimmer wieder allein.

DSC03090 - Kopie DSC03087Alle liebten Kelly. Er wurde zur richtigen Schönheit. Inzwischen wurde er auch kastriert.

Kelly fraß mit riesengroßen Appetit.                    DSC02900

Er verschlang Berge an Katzenfutter.

 

 

 

 

 

 

Eines Tages kam eine nette Frau und adoptierte ihn. Nun hat Kelly, der Streuner endlich ein Zuhause. Keiner weiß, woher er kam, was er für ein Schicksal hatte, was er in seinem Leben durchmachen musste. Nun darf und kann er glücklich sein.

Dankeschön an alle Menschen, die sich Streuner, verstoßener oder verletzter Tiere annehmen.

Diese bedauernswerten Geschöpfe haben alle ein Schönes Leben verdient!